Evangelische Gemeinschaft
Katzenelnbogen

Woody Town 2017

Freitag, 19.00 Uhr - die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Viele Helfer laufen umher, um Tische zu stellen, ein Zelt und einen Pavillon aufzubauen und Stühle aus dem Weg zu räumen, damit Platz ist für die 40.000 Bausteine, die morgen früh mit einem LKW angeliefert werden sollen. Vorfreude liegt in der Luft.

Samstag, 8.30 Uhr - Stefan Kaiser, der für die gemeinsame Kinder- und Jugendarbeit des Chrischona-Gemeinschaftswerkes sowie des deutschen Jugendverbandes EC zuständig ist, ist aus Nordhessen angereist, um den Kindern vor Ort ein einmaliges Erlebnis zu ermöglichen.
Nun fährt er die Ladeklappe des LKWs herunter, gibt kurze Anweisungen und schon werden die ersten Kisten von den fleißigen Mitarbeitern in die verschiedenen Räume geschleppt. Bereits nach einer halben Stunde stehen die leeren Kisten teils hochgestapelt, teils zum Sitzen neben den ausgekippten Bergen an Bauklötzen.
Wie kam er zu so vielen Bausteinen? Nachdem sehr viele Dachlatten bei einer Dachdeckerfirma zwar bestellt, aber nicht abgeholt worden waren, durfte er sie mitnehmen und ließ sie dann in 2 Größen zersägen. Neben seiner eigenen Geschichten erzählte Stefan auch Geschichten verschiedener Baumeister aus der Bibel.

Dass es sich dabei nicht um eingestaubte Erzählungen von längst vergangenen Zeiten handelt, sondern dass sie uns noch heute betreffen, wurde schnell klar, als er von den Angebern von Babel berichtete: Möchte ich nicht auch mit dem neuesten Smartphone und den meisten Fidget-Spinnern gut dastehen? Oder mit den besten Noten und einer besonderen Auszeichnung?
Am Nachmittag konnten die Kinder live miterleben, wie in einer mobilen Sandkiste das Haus auf dem Felsen stehen blieb, während die auf Sand gebaute Villa baden ging. Vertieft wurden die Geschichten anschließend in Kleingruppen. Einprägsam waren vor allem auch die flotten Liedtexte, die von unserem Schöpfer und seinen guten Gedanken über uns handelten.
Neben Kopf und Herz kamen nun die Hände zum Einsatz, zunächst in einer freien Bauzeit. Da gab es bald Häuser, Kirchen und Burgen mit weitläufigen Schutzmauern zu bestaunen. Wurden die Türme zu hoch, dienten die Kisten zum Klettern. Die gelben Bauarbeiterhelme und die orangefarbenen Bauarbeiterwesten ließen das Ganze wie eine große Baustelle wirken.
Nach dem Mittagessen fanden unterschiedliche Bauwettbewerbe statt, die am Sonntag prämiert wurden. Der Nachbau des Eifelturms kam auf den ersten Platz, aber auch ein Modell des großen Frankfurter Messeturms und des Brandenburger Tors sowie die schön gestaltete TowerBridge bekamen einen Preis.
In der Familienbauzeit am Sonntag kamen dann auch die Eltern auf ihre Kosten. Zum Abschluss feierten wir einen lebendigen Familiengottesdienst in der evangelischen Kirche in Klingelbach. Danach konnte man noch gemeinsam bei gegrillten Würstchen die beiden Tage in der Sonne ausklingen lassen.

 

Steffi Römer